ZEB_Luzern (1)
Gewerblicher Gleisbau

ZEB Luzern

Neue Weichenverbindung Gleis 3/4 und Zugfolgezeitverkürzung Einfahrt Luzern.

#Shortfacts

Ort
Luzern, Schweiz
Bauzeit
09.2022 – 08.2024
Auftraggeber
Schweizerische Bundesbahnen AG, SBB
Ausführende Unternehmen
Rhomberg Sersa Rail Group (Schweiz)

Über das Projekt

Im Rahmen des Projekts wurden gezielte Maßnahmen zur Optimierung der Infrastruktur im Bahnhof Luzern umgesetzt. Konkret wurden Anpassungen der Perrons sowie der Weichenverbindung zwischen Gleis 3 und 4 sowie eine Verkürzung der Zugfolgezeiten in der Ausfahrt Luzern erreicht. 

Im Jahr 2022 wurden in Nachbetriebssperrungen sämtliche Mast- und Signalfundamente, Gleisquerungen sowie Kabelkanalarbeiten erstellt. 

Die Signalfundamente wurden teilweise mit Mikropfählen ausgeführt, im Bahnhofsbereich kamen zudem duktile Gusspfähle zum Einsatz. Darüber hinaus erfolgte die Vorbereitung der Montage und Erschließung für Tunnelsignale. 

Parallel dazu wurde die Fundation für ein neues Bahntechnikgebäude (BTG) mittels Streifenfundamenten erstellt. Entlang dieser Fundamente wurde für die Dachentwässerung eine Entwässerungsleitung mit Kontrollschächten eingebaut. 

Zusätzlich wurde das Gebäudefundament für das neue BTG erstellt. Das bestehende Gebäude wurde unter der Leitung der RSRG zurückgebaut.

Die Arbeiten erfolgten in kurzen Nachtsperrungen von jeweils ca. drei bis vier Stunden. Teilweise blieb das Nachbargleis während der Bauausführung in Betrieb.

Besonderheiten

Das Projekt war durch mehrere technische und logistische Besonderheiten geprägt:

  • Einsatz eines in der Schweiz neuen Prellbocksystems der Firma Klose 
  • Verwendung eines damals neuen, noch in Erprobung befindlichen und kurz vor der Zulassung stehenden Zweiseitenkippers (Containerwagen AGSK 6321 von Wascosa) 
  • Erstmaliger Einsatz von gerammten Gusspfählen inklusive Erstellung der darauf gegründeten Fundamente 
  • Anpassung der Perronkanten an das vorgegebene Lichtraumprofil durch Schneiden und Schleifen (1–3 cm längs der Perronkante sowie 1–4 cm in der Höhe) 
  • Logistisch anspruchsvoller Einbau von zementgebundenem Misapor:
    • 350 m³ innerhalb von drei Tagen bzw. sechs Schichten für einen Perron 
    • weitere rund 600 m³ Misapor für einen zweiten Perron

Schlüsselpersonen

  • Projektleiter: Dominko Bilic
  • Projektleiter / Baustellenchef / PL Stv.: Pius Jochum 
  • Bauführer: Kilian Rüf, Dominik Barcz
  • Polier: Marko Baldauf, Dietmar Winkler, Hüseyin Kidik, Rasim Zeherovic, Ymer Gashi

Technische Daten

  • Graben- und Grubenaushub: 1`200 m3
  • Kabelkanäle: 2`000 m
  • Entwässerungsleitungen: 200 m
  • Kabelschächte: 75 Stk.
  • Konventionelle Gleisquerungen: 15 Stk.
  • Belagsarbeiten: 400 to
  • Fundamente (Anker, Signal, Zwerge): 25 Stk.
  • Abbruch Gleis: 910 m
  • Neubau Gleis: 910 m
  • Demontage und Montage Fangschienen in Gleis 3 und 4: 350 m
  • Rückbau Prellböcke: 3 Stk.
  • Neubau Prellböcke (davon 2 Sonderkonstruktionen): 3 Stk.
  • Schotterersatz: 2`500 to
  • Gleislagekorrektur mit Jochaus- und Einbau: 150 m
  • Kabelverlegung und Kabelzug: 80 km
  • Streifenfundamente: 40 m3
  • Erstellen Fertigteilschächte (Erschliessung BTG): 3 Stk.
  • Aushub: 1200 m3
  • Erstellen Dachentwässerung (BTG): 100 m
  • Verlegen Kabelrohre im Schotter: 1000 m
  • Erstellen Mast- und Signalfundamente: 16 Stk.
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