Wipkingertunnel_3

Instandstellung Wipkingertunnel GU Tunnel

Das Projekt „Instandstellung Wipkingertunnel“ umfasste die Sanierung und Modernisierung des historischen Eisenbahntunnels in Zürich.

#Shortfacts

Ort
Zürich, Schweiz
Bauzeit
Juli 2023 – Februar 2025
Auftraggeber
SBB AG, Infrastruktur – Ausbau und Erneuerungsprojekte
Ausführende Unternehmen
Rhomberg Sersa Rail Group (Schweiz)

Über das Projekt

Das Projekt „Instandstellung Wipkingertunnel“ umfasste die Sanierung und Modernisierung des historischen Eisenbahntunnels in Zürich. Dieser wurde im Jahr 1856 bergmännisch erstellt. 1986 und 1989 wurden der Tunnel saniert und ein Überdeckungsbereich auf der Seite Wipkingen erstellt. Bei dem beschriebenen Projekt handelt es sich um dessen Instandstellung.

Zu den wichtigsten Aufgaben zählten:

Instandsetzung Tunnelgewölbe

  • Abbruch und Erneuerung der Spritzbetonschale 
  • Sanierung des Mauerwerks und der Fugen 
  • Verbesserung der Entwässerungssysteme 
  • Abdichtung des Tunnelgewölbes 
  • Lichtprofileinragungen Beseitigung

Fahrbahnerneuerung

  • Aushub der alten Schotterfahrbahn und Bau einer neuen Festen Fahrbahn inkl. Weichen 
  • Erneuerung von Weichen und Unterbau sowie Installation von Kabelanlagen 
  • Erstellung der neuen Entwässerungsebene

Kabelanlagen

  • Erstellung einer Kabelanlage für den Einzug der 132 kV-Stromversorgung 
  • Ausbildung Kabelkanals integriert im Bankett

Provisorien

  • Provisorische Kabeltrasse Gewölbe Gl.404 
  • Schotterverklebung 
  • Beleuchtung 

Allgemeine Leistungen

  • Koordination mit Nachunternehmern und Fachdiensten SBB 
  • Bahnlogistik 
  • Umweltmassnahmen 
  • Vermessungsleistungen 
  • Überwachungsleistungen 

Das Projekt war in zwei Bauphasen untergliedert, die Phase „Gewölbeinstandsetzung“, die im Jahr 2023 ausgeführt wurde, und die Phase „Fahrbahn“ im Jahr 2024. Die Ausführung während der Arbeiten im Gewölbe erfolgte gleisgebunden in kurzen Nachtsperren. Die Sanierung der Fahrbahn erfolgte während einer dauernden Einspursperre mit nächtlichen Betriebspausen auf dem jeweiligen Betriebsgleis. 

Schlüsselpersonen

  • Projektleiter: Pius Jochum 
  • Baustellenchef: Pius Jochum 
  • Bauführer: Sven Meyer, Patrick Vogl 
  • Poliere: Ymer Gashi, Curdin Davaz, Dietmar Winkler 

Besonderheiten

Das Projekt wurde trotz der zahlreichen Herausforderungen erfolgreich abgeschlossen. Die enge Zusammenarbeit mit der SBB, den Nebenunternehmen und weiteren Beteiligten sowie die einzelnen Kompetenzen der RSRG-Gruppe trugen massgeblich zum Erfolg bei. Die proaktive Herangehensweise der RSRG-Verantwortlichen und das flexible Projektmanagement ermöglichten die fristgerechte Fertigstellung des Projekts unter Einhaltung aller Qualitäts- und Sicherheitsstandards. 

  • Arbeiten unter laufendem Bahnbetrieb 
    Während der gesamten Bauzeit musste mindestens ein Gleis betriebsbereit bleiben. Der laufende Bahnbetrieb musste ohne Einschränkungen auf Geschwindigkeit gewährleistet werden. Diese Einschränkung erforderte eine präzise Planung der Bauabläufe und die perfekte Koordination von Arbeiten. Durch die Implementierung eines dynamischen Bauzeitplans und die Nutzung kurzer, aber intensiver Arbeitsintervalle wurden die Arbeiten termingerecht abgeschlossen. 
  • Komplexe Logistik und eingeschränkter Zugang 
    Die Baustelle befand sich im innerstädtischen Bereich mit eingeschränkten Lagerflächen und schwierigen Zufahrtswegen. Die schienengebundene Logistik ermöglichte eine reibungslose Versorgung der Baustelle. 
  • Koordination
    Parallel zur Tunnelsanierung fanden Bauarbeiten am Bahnhof Wipkingen und an den angrenzenden Viadukt- und Brückenbauwerken statt. Durch regelmässige Abstimmungen und eine enge Kommunikation mit allen Projektbeteiligten wurden Überschneidungen vermieden und die Arbeiten nahtlos koordiniert. 
  • Umweltschutzauflagen
    Das Projekt lag teilweise in einem Bereich mit Altlasten und kontaminiertem Bahnschotter. Alle notwendigen Schutzmassnahmen wurden getroffen, um die Einleitung von Bauabwasser in die Limmat zu verhindern und Altlasten fachgerecht zu entsorgen.

Technische Daten

Line 751, Zürich HB – Zürich Wipkingen – Zürich Oerlikon
KM 2.568 bis KM 3.613

Im Projekt wurden folgende Hauptmengen realisiert:

Instandsetzung Tunnelgewölbe

  • Abbruch bestehende Spritzbetonschale: 220 m2 
  • Neue Spritzbetonschale: 360 m2  
  • Frässchlitze Entwässerungsableitungen Gewölbe: 350 m  
  • Neue Entwässerungsableitungen: 37 Stk. 
  • Anpassung bestehende Entwässerungsableitungen: 200 Stk.  
  • Instandsetzung Mauerwerksfugen: 100 m2

 

Fahrbahn

  • Aushub Schotter: 4 800 m3  
  • Erneuerung Kontrollschächte Entwässerung: 30 Stk.  
  • Bankett: 940 m  
  • Kabelkanal: 1 950 m  
  • Beton (Fahrbahn und Bankette): 4 500 m 
  • Weichen: 4 Stk.  
  • Feste Fahrbahn: 1 960 m 
  • Schotterfahrbahn: 120 m

 

132 kV-Kabelanlage

  • Kabelschutzrohre DN200: 8 000 m

 

Provisorien 

  • Schlitzrohr DN150: 1 000 m  
  • Schotterverklebung: 1 040 m

 

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