Tunnelsanierung für die Rhätische Bahn – Die Rhomberg Bahntechnik Methode

Nach dem Glatscherastunnel saniert die Rhomberg Bahntechnik mit dem Bergünersteintunnel (409 m) einen weiteren Tunnel für die historische Albula-Linie der Rhätischen Bahn.

Die meisten Tunnel der Rhätischen Bahn (RhB) wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet, die Hälft der Tunnel müssen in den kommenden Jahrzehnten renoviert werden. Hierfür entwickelte die RhB ein neues, standardisiertes Instandsetzungsverfahren: die „Normalbauweise Tunnel“. Diese verbessert Qualität und Wirtschaftlichkeit der Tunnelsanierungen, erhöht den Sicherheitsstandard und die Lebensdauer der Tunnel von heute durchschnittlich 30 bis 50 Jahre auf 70 bis 100 Jahre.

Bei diesem Verfahren werden die Wände des Tunnels komplett ersetzt. Das Gleis wird abgesenkt, der Tunnelquerschnitt vergrößert, eine neue Entwässerung erstellt, Betonfertigelemente als Wände eingesetzt und die Portale neu erstellt. Die Sanierung des Tunnels erfolgt unter laufendem Betrieb.

Die Lösung der Rhomberg Bahntechnik

Die Rhomberg Bahntechnik konnte die RhB mit einer Alternativlösung überzeugen: Zum Einsatz kommt für die definitive Feste Fahrbahn das für die Normalbauweise adaptierte System IVES. Das Kernelement hierbei bildet der Stützpunkt Vossloh DFF 304 IVES. Diese Lösung ist für den Bauherrn wirtschaftlicher und bringt auch einige technische Vorteile mit sich: Bei einem geringeren Ausbruchsquerschnitt (weniger Sohlabsenkung) und einer stabileren Gleislage reduzieren sich die Leistungen der RhB wie z.B. der Einbau von Hilfsbrücken oder die Lieferung von Oberbaustoffen.

Das Projektvolumen beträgt ca. 11,5 Mio CHF, Baubeginn war im Herbst 2019, die Fertigstellung soll bis 2021 erfolgen.

Diese Lösung für die Instandhaltung des Bergünersteintunnels beweist einmal mehr unsere Reputation als Komplettanbieter in der Bahntechnik mit hohem Kundenfokus und Innovationskraft.